Stellensuche
Es sollte jedem klar sein, dass dem Bewerbungsschreiben auf jeden Fall die Stellensuche vorausgeht. Selbst bei der Initiativbewerbung muss man sich im Voraus über das Unternehmen informieren. Zwar klingt es überaus simpel und nahezu banal nach Arbeitsstellen richtig zu suchen, aber es ist doch eine kleine Wissenschaft für sich. Die Printmedien sind nämlich voller Stellenanzeigen von denen allerdings nur ein minimaler Teil verwertbar ist. Im Folgenden möchte ich einmal aufzeigen worauf bei der Stellensuche zu achten ist und wie man Seriöse Arbeitgeber von scherzhaften oder gar betrügerischen Anzeigen unterscheidet. Natürlich lässt sich keine hundertprozentige Erfolgchance gewährleisten, jedoch ist es wie so oft eine Frage der Erfahrung.
Die Stellensuche erfolgt über drei wichtige zusammenhängende Faktoren. Zu allererst sollte man auf die bei der Selbstanalyse gemachten Erfahrungen zurückgreifen und die Berufsfelder und Berufsbezeichnungen durchgehen. Nun aber gilt es die unterschiedlichen Berufsbezeichnungen sowie artverwandte Berufe ausfindig zu machen. So ist der der Beruf des Kaufmanns für Bürokommunikation nur unwesentlich anders aufgebaut als der Bürokaufmann. Der Beruf des Schneiders beinhaltet auch die Tätigkeitsbereiche der Näherin. Zu beachten ist hier aber die jeweilige Anforderung sowie die geforderten Qualifikationen. Die Küchenhilfe und der Koch haben zwar den gleichen Arbeitsort und arbeiten auch Hand in Hand, allerdings ist da eine starke Differenz im Anforderungsprofil.
Im Folgenden erfasst man Quellen für Stellenangebote. Dabei ist es wichtig viele unterschiedliche Quellen mit einzubeziehen. Man kann nicht erwarten, dass das kostenlose Wochenblatt sich die Mühe macht Stellenanzeigen zu sortieren oder auszuwerten. Ebenso ist es unwahrscheinlich dass eine regionale Zeitung Angebote aus weiterer Umgebung anbietet oder regelmäßig die Exoten unter den Berufen führt. Die staatlichen Organisationen haben meist den Ruf eher langsam auf die Veränderungen des Stellenmarktes zu reagieren. Private Arbeitsvermittler sind einerseits zum Teil kostenpflichtig, zum anderen lässt sich nicht ausschließen, dass die Vergabe der Stellenangebote eher Einseitig erfolgt und sich an einigen wenigen Kunden orientiert.
Nun könnte man meinen die Stellensuche sei komplett. Jedoch sollte den Aufwand in Kauf nehmen und noch eine nähere Recherche zu den Unternehmen und den Berufsfeldern vornehmen. Im späteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens ist es von großem Vorteil wenn man weiterführende Informationen über das Unternehmen besitzt. So lässt sich die Bewerbung individuell gestallten und auf die Ansprüche des Unternehmens zuschneiden. Aber auch die Zukunftsprognosen für einen bestimmten Beruf können zum eigenen Vorteil eingesetzt werden. Ist es zu erwarten, dass ein Beruf durch Aufgliederung oder Zusammenführung in seiner jetzigen Form nicht lange bestehen wird, kann es von großem Vorteil sein den Arbeitgeber von der eigenen Flexibilität und allgemeinen Tauglichkeit zu überzeugen.
Die Stellensuche sowie die Stellenanalyse wird praktisch vor jedem Bewerbungsschreiben betrieben. Es bildet das Fundament auf dem die Bewerbungsmappe aufgebaut wird. Besonders zu Anfang der Bewerbungsphase wird dieser Arbeitsbereich als sehr aufwendig und lästig empfunden. Häufig neigt man auch dazu diese Schritte zu Gunsten der Wirtschaftlichkeit, jedoch stark zu Lasten der Erfolgsquote, zu überspringen. Es ist aber sehr empfehlenswert sich nicht auf die Quantität der Bewerbungen zu versteifen und stattdessen wenige aber dafür qualitativ hochwertige Bewerbungen zu verschicken.